Reise USA - IPA Innsbruck-Land

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Reise USA

Berichte & Beiträge > 2013

IPA - Reisebericht USA 2013

Als ich im Jänner 2013 im Zuge eines Fortbildungstages im BZS Wiesenhof mit dem Organisator der IPA-Reise Walter SCHLAUER zufällig über den geplanten USA-Trip der IPA zu sprechen kam, war mir nicht bewusst, dass es die Reise meines Lebens werden würde! Walter bot mir an, dass ich mich der 12-köpfigen Gruppe anschließen könne und konnte für mich kurzfristig einen weiteren Platz mit Flügen und Hotels buchen. So starteten wir am 02.03.2013 einen unbeschreiblichen Trip mit zahllosen Highlights in die USA!

    
02.03.2013 - Tag 1:

Wir trafen uns pünktlich um 06.30 Uhr beim Gasthaus Badl in Hall. Schon die Teilnehmer - eine wie sich später herausstellen sollte - sehr homogene Truppe -bestehend aus Franz Übergänger, Charly Rassinger, Martin Schneider mit Freundin Sandra Kapferer, Markus Gollner mit Freundin Eva Pircher, Stefanie Mair, Thomas Wurzer, Marco Gallop,  Mathias und Klaus Wieser, Walter Schlauer und mir.  Wir verstauten unser Gepäck und fuhren zum Flughafen nach München. Nach dem Einchecken genehmigten wir uns im Airbräu noch ein Bier und eine Weißwurst. Anschließend traten wir mit der US-Airways den Flug über den Atlantik an. Der achtstündige Flug verlief sehr angenehm. In Philadelphia angekommen, holten wir bei der Firma Dollar unsere Mietautos ab und fuhren weitere 2 1/2 Stunden zu unserem Hotel Four Points Season nach Manassa/Virginia in der Nähe von Washington DC. Bei unserer Ankunft im Hotel um ca 22.00  h  Ortszeit (6 Stunden Zeitverschiebung), erwartete uns bereits unser IPA Freund Captain Alfred Miller. Er war ehemaliger Direktor der dortigen Police-Academy und ist nun einer der leitenden Offiziere im District Prinz William County. Nach einem kurzen Begrüßungsdrink legten wir uns müde in unsere Betten.
   
03.03.2013  Tag 2:

Nach einem für amerikanische Verhältnisse gutem Frühstück, holten uns Alfred und ein weiterer IPA Freund namens Liam, ein Special Agent beim FBI, vom Hotel zur Besichtigung von Washington DC ab. Zunächst besuchten wir den Militärfriedhof Arlington mit dem Grab von JF Kennedy. Anschließend fuhren wir zum Lincoln Monument mit den Vietnamkrieg-, Zweiten Weltkrieg- und Koreakrieg Memorials. Einige von uns, welche das erste Mal in den USA waren, erhielten einen ersten Eindruck über den Patriotismus und Nationalstolz der Amerikaner. Danach ging es zum Weißen Haus, dem Capitol und einigen weiteren beeindruckenden Gebäuden in der Innenstadt. Unsere professionellen Fotografen Klaus und Sandra hatten an diesem Tag schon zahlreiche beeindruckende Motive! Am frühen Abend fuhren wir zum Stadion der Washington Wizzards, um uns ein Basketballspiel gegen Philadelphia anzuschauen. Auch wenn das Spiel laut unserem Experten Martin nicht auf höchstem Niveau stattfand, war es ein Erlebnis und eine Supershow. So wurde unter dem Motto "Salut for our Troops" eine Frau mit ihren zwei kleinen Kindern in die Arena geholt und interviewt. Während sie erzählte, dass ihr Mann in Afghanistan Dienst versehe und sie ihn vermissen würde, betrat dieser plötzlich unter gewaltigem Jubel das Stadion. Weitere Showeffekte wie die "Kiss-Cam" oder die Cheerleader-Girls machten das Spiel zu einem Erlebnis! Gegen 21.30 h brachte uns Alfred in seinem Van zurück zum Hotel.

04.03.2013  Tag 3:
Alfred hatte uns für diesen Tag bereits um 07.30 Uhr die Polizistin Nicole zur Verfügung gestellt. Die gebürtige Deutsche aus Frankfurt, ist bereits seit einigen Jahren in den USA verheiratet und hat 2 kleine Kinder. Nicole brachte uns mit dem Großraum-16Sitzer-Van zur Marine Basis Quantico indem sich ua das Trainingszentrum des FBI und der DEA befinden. Als erstes stand eine Führung  der FBI-Academy auf dem Programm. Neben der Driving Range, der Shooting Range wurden uns die Tactical Rooms zur Häuserkampfausbildung gezeigt. Insbesondere der Trainingsbereich des Geiselbefreiungsteams mit einem Flugzeugmodell war sehr interessant. Sämtliche SWAT Teams der USA können diese Anlagen für ihr Training nutzen. Im Büro des legendären FBI Präsidenten J. Edgar HOOVER machten wir ua ein Gruppenfoto. Anschließend ging es zur Nahe gelegenen DEA-Academy (Drug Enforcement Administration). Hier wurden wir von der Führung der Academy sehr freundlich aufgenommen. Walter, Franz und Charly überreichten unsere Gastgeschenke, wobei insbesondere der Tiroler-Schnaps sehr begehrt war. In den Taktikräumen des DEA wurde uns die Ausbildung der neuen Agenten vorgeführt und anschließend zeigte uns ein Chemieexperte die verschiedensten Herstellungsmethoden von Methamphetamin, welche in den USA als eine der gefährlichsten und weitverbreitesten Drogen gilt! Nach einem Besuch im Geschenke-Shop des DEA beendeten wir unseren Besuch. Nicole brachte Mathias und mich zur Policestation East des Prinz William County, während Thomas, Walter und Steffi zur Policestation West des Districtes gebracht wurden. Jeder von uns fuhr für ca 2 Stunden mit einem Officer Streife. Nach einer kurzen Besichtigung der Station nahmen wir am "Roll-Call" - der Einsatzbesprechung teil und fuhren dann aus. Die drei Schichten im Bezirk gehen von 07-17 h, 16-02 h und 21-07 h. Im Zuge der Streifen waren wir bei der Aufnahme von kleineren Delikten dabei. Wir stellten fest, dass die Polizisten in dem County die gleichen Einsätze abzuarbeiten haben, wie wir in Tirol. Die Officers brachten uns anschließend zum Hotel. Zum Abschluss des Abends besuchten wir das nahe gelegene "Logans Stakehouse". In einem sehr gemütlichen Ambiente ließen wir bei  Steaks von Spitzenqualität und Bier den Abend ausklingen.
 
05.03.2013  Tag 4:

An diesem Tag holte uns wiederum Nicole nach einem Frühstück um 07.30 Uhr mit dem Van beim Hotel ab und wir fuhren zur Academy (Public Safety Trainings Complex) des Prinz William County nach Nokesville. Das Trainingszentrum liegt ähnlich wie unser BZS Tirol in einem sehr idyllischen Bereich auf dem Land. Wir wurden vom Chief des Countys Steve Hudson begrüßt. Hudson und seine 581 Beamten sind für den County mit ca 420.000 Einwohner zuständig. Nachdem obligatorischen Tausch der Geschenke konnten wir uns zunächst das Fahrsicherheitstraining der Beamten auf dem hauseigenen Testgelände anschauen. Einige von uns fuhren mit den Officers eine Runde am Parcour mit. Der weitere Weg führte uns zu 13 wunderschönen Dienstmotorrädern der Marke Harley Davidson. Die Motorradpolizisten des Bezirkes zeigten uns auf einem abgesperrten Bereich des Geländes beeindruckende Manöver mit den schweren Maschinen. Im Anschluss fuhren wir in die Nähe der Taktikräume, wo mehrere Officers des SWAT-Teams (23 im Bezirk) auf uns warteten. Der Smalltalk mit den Männern war sehr interessant. Als Waffen werden das AR 15 und die deutsche Heckler u Koch MP verwendet. Wie weiterverbreitet verwenden auch die Männer SWAT unsere österreichische Glock Pistole. Die Ausrüstung ua mit einem gepanzerten Fahrzeug entspricht der Ausrüstung unserer COBRA. Die Taktikräume mit einem begehbaren Bereich - ähnlich einem Balkon - waren besser ausgestattet als beim DEA. Zum Abschluss wurde uns ein Zugriff mit einem deutschen Schäferhund vorgeführt und als Geschenke hatte ich einige sehr begehrte Patches der COBRA und des SEG dabei. Im Hauptgebäude der Academy trafen wir auf unseren IPA Freund Alfred und Walter überreichte ihm mehrere schöne Geschenke der IPA. Nach einem kurzen Rundgang durch das Gebäude, welches auch von der Feuerwehr als Trainingszentrum genutzt wird, fuhr uns Nicole zum Sheriffsgebäude des Bezirkes, das auch ein Gefängnis beinhaltet. In diesem Gefängnis sind derzeit ca 400 Häftlinge untergebracht. Nach einem Mittagessen im Justizgebäude, und einem Vortrag während des Mittagessens – die Zeit reichte nicht mehr aus -  und anschließender kurzer Besichtigung des Gebäudes, fuhren wir zum Headquarter West des Prinz William County. Seargent Peck zeigte uns das neu errichtete Gebäude. Als besondere Überraschung waren zwei Mitglieder der berittenen Polizei anwesend, welche uns sehr beeindruckten. Als wir jedoch mit Schrecken die auf den Polizeifahrzeugen montierten Schneeketten sahen, wurde uns bewusst, dass der seit einigen Tagen angekündigte Schneesturm tatsächlich kommen würde. Dieser Sturm sollte uns noch Probleme bereiten! Gegen 14.30 Uhr brachte uns Nicole zu unserem Hotel nach Manassas und nach der Verabschiedung fuhren wir in das Outlet Center "Potomac-Mall". Einige Mitglieder der Gruppe kauften dabei ziemlich viel ein. Walter wurde wegen seiner Sorge vor dem Schneesturm, welcher im TV bereits als "Monsterstorm" bezeichnet wurde belächelt, sollte jedoch recht behalten. Am Abend stand noch einmal ein kurzer Besuch des Steakhouses und die Verabschiedung  von Alfred am Programm.

06.03.2013  Tag 5:

Um 02.50 Uhr wurden wir von Walter „Alarm“ - geweckt - wir blickten aus dem Fenster und wussten, dass die Sache ernst war! Es schneite stark und teilweise wehte ein starker Wind. Die Prognosen von Walter waren richtig gewesen und wir waren innerhalb von 30 Minuten reisebereit. Ein Nichterreichen des Flughafen Philadelphia wäre für den geplanten Flug nach San Francisco fatal gewesen. Zahllose Schneepflüge teilweise auf Pickups montiert, waren auf dem Freeway unterwegs und räumten die Fahrbahn. So gelangten wir gegen 09.00 Uhr problemlos nach Philadelphia. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt fuhren wir zum Flughafen. Im gesamten Bereich Washington kam es zu diesem Zeitpunkt zum Totalausfall der Flüge und zu massivsten Behinderungen im Straßenverkehr. Bei der Ankunft am Flughafen wurden wir von einem Fernsehteam des Senders "6ABC" betreffend unserer Anreise aus Washington angesprochen. Trotz meiner nicht gerade perfekten Englischkenntnisse gab ich ein Interview, wobei ich mich natürlich den amerikanischen Verhältnissen anpasste und etwas übertrieb. Ich beschrieb die Fahrt als harten Kampf gegen den Schnee, dass wir es schließlich geschafft hatten und betreffend der Schneeräumung - "Austrian can't do it better"! Die folgenden 9 Stunden verbrachten wir auf dem Flughafen. Hier zeigte sich die Belastbarkeit der Truppe. Die Stimmung blieb trotz der langen Wartezeit sehr gut. Schließlich flogen wir kurz vor 19.00 h in Richtung San Francisco ab. Mit der weiteren Zeitverschiebung von 3 Stunden, einem Flug von 6 Stunden und einer Verzögerung bei der Entladung des Gepäckes kamen wir in unserem Hotel um 02.00 Uhr Ortszeit an. Wir waren mehr als 23 Stunden unterwegs und alle sehr müde.

07.03.2013  Tag 6:

Nach einem kurzen Frühstück fuhren wir mit unseren Mietautos die Lombard Street hinunter. Nach einem kurzen Fotoshooting ging es zum Hafen. Dort bestiegen einige von uns die Fähre nach Alcatraz, während die anderen den Hafen besichtigten. Alcatraz diesen geschichtsträchtigen Ort zu sehen, war etwas Besonderes. "The Rock" wie in die Amerikaner nennen, ist aufgrund seiner Abgelegenheit und seiner Geschichte weltberühmt. Sich vorzustellen hier jahrelang in kleinen Zellen zu verbringen - unvorstellbar. Nach der Besichtigung fuhren wir zurück zum Hafen, besuchten den Pier 39 und fuhren eine Runde mit den Cable-Cars. Steffi und Thomas kauften jeweils noch einen preiswerten aber dafür umso geräumigeren Koffer ein, damit sie ihren umfangreichen Einkauf vom Outlet erfolgreich verstauen konnten. Am Abend besuchten wir eine  Bar in der Nähe des Hotels.

08.03.2013  Tag 7:

Kurz nach 08.00 Uhr brachen wir mit unseren Mietautos zum Strand von San Francisco auf. Insbesondere Charly hatte sich auf diesen Tag sehr gefreut, weil er unbedingt die Golden Gate Bridge zu Fuß überqueren wollte. Während ein Teil der Gruppe vorausfuhr, ging eine Gruppe von uns mit Charly über die Brücke. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Beim Viewpoint am Ende der Brücke trennten sich unsere Wege. Während Walter mit einem Teil der Gruppe bereits in Richtung Sacramento aufbrach, fuhr ein Teil von uns zu den Muir Woods. Dort machten wir einen kurzen Besichtigungsrundgang. Die teilweise mehr als 3 Meter dicken Giganten in dem beschaulichen Tal bildeten einen extremen Kontrast zu San Franciso, das wir kurz zuvor verlassen hatten. Danach führte unser Reiseweg ebenfalls nach Sacramento, wo wir uns in der Old Town mit dem Rest der Gruppe trafen. Nach einer kurzen Besichtigung der alten Westernstadt - Klaus durfte auf einer Harley eines alten "MC Vietnam" Veteranen sitzen - ging es in die Nähe von Pacerville, wo die Gastfamilien schon auf uns warteten. Der Empfang war von unseren IPA-Freunden in dem traumhaft gelegenen Anwesen von Rick und Janine organisiert worden. Schon bei der Einfahrt erwartete uns ein großes Banner mit der Aufschrift "Welcome Austrians". Die Begrüßung mit den ca. 25 anwesenden IPA Freunden war mehr als herzhaft. Insbesondere der hiesige IPA Chef Howard De Sart hatte Tränen in den Augen als er seinen langjährigen Freund Charly wieder sah. Es gab reichlich Bier und man hatte für uns ein großes Buffet vorbereitet. Als besondere Ehre galt die Anwesenheit des Sherrifs von Eldorado County John Di Agostini. Es kam zum Austausch von Gastgeschenken und dann legten unsere Musikanten Franz, Markus und Thomas mit ihren zwei steirischen Ziehorgeln und der Gitarre los. Howard hatte die Instrumente in Sacramento ausgeliehen. Thomas erwies sich dabei nicht nur als ein Supermusikant, sondern wie sich später herausstellen sollte, auch als Traum der amerikanischen Schwiegermütter. Die Volksmusik begeisterte die Gäste, die Party ging jedoch gegen 21.00 h zu Ende, weil einige doch einen weiten Heimweg mit ihren Gastfamilien hatten. Ab diesem Zeitpunkt waren wir auf unsere Gastfamilien aufgeteilt, wobei Stefanie im Hause von Rick blieb, während einige wieder in die Nähe von Sacramento zurückfahren mussten.

09.03.2013  Tag 8:

Am Vormittag des ersten Tages bei den Gastfamilien standen erst einmal das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Ich war bei Don, einem mittlerweile 75- jährigen ehemaligen Beamten der California Highway Patrol und seiner Frau Caroline untergebracht. Wie alle anderen auch, wurden wir freundlichst behandelt und bestens versorgt. Um 12.00 Uhr trafen wir uns auf einer in den nordkalifornischen Hügeln gelegenen kleinen Ranch, wo in einer Garage eine große Willkommens-Party vorbereitet wurde. Ca. 100 Mitglieder der hiesigen IPA waren gekommen. Howard führte die offizielle Begrüßung durch und unser IPA Chef Walter überreichte die mitgebrachten Gastgeschenke. Es gab ein hervorragendes Essen und gekühltes Bier. Unsere Musikanten machten wiederum eine Superstimmung. Unsere Gastgeber hatten eine Tombola organisiert, wo alle unserer Gruppe einen "selbstverständlich zufälligen" Treffer zogen. Anschließend machte ein amerikanisches IPA-Mitglied mit uns einen flotten Line-Dance Kurs. Bei den Gästen handelte es sich ausschließlich um pensionierte Kollegen, da es in den USA üblich ist, erst nach seiner aktiven Karriere der IPA beizutreten. Dies und der Umstand, dass manche Kollegen eine weite Anreise auf sich genommen hatten, trugen dazu bei, dass die Feier für unsere Verhältnisse relativ früh - gegen 17.00 Uhr beendet war. Da die Stimmung unter uns sehr gut war, organisierten unsere Gastfamilien einen Besuch in einer Brauerei in Sacramento. Dort angekommen wurden in einem Hinterhof Tische und Bänke aufgestellt. Es gab sehr gutes Bier und von einem nahen Restaurant wurde Fast Food geholt. Zur Musik unserer drei Künstler wurde gesungen und Charly gab zur Freude der Amis einen Jodler zum Besten. Die Stimmung war perfekt und zahlreiche Passanten und Besucher des Lokales waren begeistert. Gegen 22.00 Uhr wurde die Party beendet, auch weil uns die Gastgeber mitteilten, dass in den USA bereits in dieser Nacht auf Sommerzeit umgestellt wurde.

10.03.2013  Tag 9:

Für diesen Tag hatten unsere Gastgeber eine Weinverkostung in den Hügeln von Nordkalifornien organisiert. Nach einem Frühstück trafen wir uns bei einem Weingut am Mount Aukum. Bereits dort konnten wir uns von der hervorragenden Qualität der kalifornischen Weine überzeugen. Bei der zweiten Winzerei nahmen wir ein Mittagessen ein. Dort erwartete uns bereits Dieter aus Berlin, Besitzer des dritten Weingutes mit seinem Ford Cobra. Er lud mich anschließend ein, mit ihm zu seinem Weingut zu fahren. Diese Fahrt war für mich ein Erlebnis, allerdings schickte ich einige Gebete zum Himmel. In seiner Winery Perry Creek hatte er uns einen eigenen Bereich reserviert und zur Volksmusik unseres Trios servierte uns Dieter seine Qualitätsweine. Sherrif Di Agostini, welcher uns auch begleitete, war von der Volksmusik aus Tirol besonders begeistert. Gegen 17.00 Uhr wurde die Weinverkostung beendet und der Großteil der Gruppe wechselte samt den Gastfamilien in das bekannte Lokal "Red Poors" in der Nähe von Pacerville. Dort nahmen wir ein Abendessen ein, probierten den einen oder anderen "White Cadillac" - eine Spezialität des Hauses und ließen den Abend bei netten Gesprächen ausklingen.

11.03.2013  Tag 10:

An diesem Vormittag fuhren einige von uns mit Officers des Sherrifbüro Sacramento Streife, während Walter mit Rick golfte. Mathias, Klaus und ich wurden von Bill nach Sacramento gebracht, wo er uns seine  ehemalige Dienststelle, vergleichbar mit unserer OSE beim LKA zeigte. Sehr interessant waren dabei verschiedene Alarmsysteme. So werden beispielsweise präparierte Fahrzeuge mit Alarmanlage und Peilsender abgestellt, um dabei Autodiebe dingfest zu machen. Erst zwei Tage zuvor hatte man mit einer präparierten Diebesfalle Kupferdiebe festnehmen können. Anschließend stand ein Besuch beim Sheriff von Sacramento am Programm, welcher Gastgeschenke an die Tiroler Delegation überreichte. Mein Gastgeber Don zeigte einem Teil unserer Gruppe die Academy der California Highway Patrol, wo er selbst Dienst gemacht hatte. Andere Mitglieder unserer Gruppe besuchten Old Sacramento, gingen einkaufen oder relaxten. Glenn fuhr mit einer Gruppe zum Gerichtsgebäude, wo man die österreichische Hymne abspielte. Klaus, Mathias Golli und Eva besuchten schließlich am Abend den deutschen Gesangsverein in Sacramento. Für den nächsten Tag war die Weiterreise unserer Gruppe geplant.

12.03.2013  Tag 11:

Bereits in der Nacht war Franz als erster der Gruppe abgereist, während sich alle anderen um 09.30 Uhr an einem Meetingpoint  nördlich von Sacramento trafen. Dort gab es eine herzhafte Verabschiedung von unseren Gastfamilien und den Wunsch eines baldigen Wiedersehens. Während Walter mit Charly, Thomas und Stefanie sich direkt auf den Weg in Richtung Las Vegas machten, fuhren wir restlichen 8 über den Freeway in Richtung Lake Tahoe. Die lange Reise führte uns am traumhaft gelegenen Lake Tahoe vorbei in die Wüste von Nevada, zum Devils Gate, dem Monolake, weiter nach Bishop zu unserem Etappenziel Lone Pine. Lone Pine, eine kleine Westernstadt, erreichten wir gegen 19.00 Uhr. Zur Begrüßung zogen zwei F18 Kampfjets über uns einige Schleifen. Wir waren im Best Western Hotel untergebracht. Nach einem Abendessen in einem Steakhouse besuchten wir noch einen alten Saloon. Den ganzen Tag waren wir unzähligen, originalen amerikanischen Trucks begegnet.

13.03.2013  Tag 12:

Nach dem Frühstück starteten wir mit unseren Mietautos weiter in Richtung Las Vegas. Während die Gruppe von Walter bereits in Las Vegas übernachtet hatte und an diesem Tag einen Hubschrauberflug in den Grand Canyon absolviert hatte, erwartete uns noch eine lange Fahrt. Wir fuhren am Death Valley vorbei und besuchten Badwater, den mit 85,5 m unter dem Meeresspiegel gelegenen tiefsten Ort der USA. Über Pahrump kamen wir am Nachmittag in den Bereich von Las Vegas. Da wir noch Zeit hatten, fuhren wir über Boulder City zum berühmten Hoover-Damm und der Bundesgrenze Nevada/Arizona. Seit dem Bau der neuen Autobrücke, führt nur mehr der Ausflugsverkehr über den Damm. Der Damm ist ein beeindruckendes Bauwerk und war besonders für unsere professionellen Fotografen Sandra und Klaus ein Supermotiv. Nach der Besichtigung fuhren wir nach Las Vegas zurück, befuhren den legendären Strip mit den unglaublichen Hotels und checkten schließlich im Hard Rock Hotel ein. Um 20.00 Uhr trafen wir uns mit der Gruppe um Walter beim Stratosphär-Tower. Auf der Terrasse des Towers hatten wir einen gewaltigen Ausblick auf Las Vegas. Einige von uns fuhren mit den am Dach angebrachten Vergnügungsgeräten. Anschließend fuhren wir auf den Strip zurück und besuchten mehrere Hotels, wo wir auch unser Glück beim Spiel versuchten. Es war unglaublich zu sehen, wie viele Mensche in den riesigen Hotelhallen spielten und welche Beträge dabei umgesetzt wurden.

14.03.2013  Tag 13:

Walter war mit seiner Gruppe bereits um 07.00 Uhr in Richtung San Franciso aufgebrochen.

Eva, Klaus, Mathias, Marco und ich absolvierten an diesem Vormittag unseren Hubschrauberflug in den Grand Canyon. Wir wurden um 09.00 Uhr von einer Stretchlimousine vor dem Hotel abgeholt und zum Flughafen gefahren. Nach einer kurzen Einweisung flog uns unser Pilot Tony Ferrari über den Hoover Damm hinweg direkt in den Grand Canyon hinein. Selbst für uns Polizisten, welche öfters geflogen waren, gestaltete sich der Flug aufgrund des Naturschauspieles als eine Riesensache. Im Canyon landeten wir und  während wir Fotos schossen, hatte unser Pilot ein kleines Picknick mit Sekt und einem Imbiss für uns vorbereitet. Nach ca 30 Minuten ging es wieder zurück nach Las Vegas, wobei wir den Strip überflogen und so noch einige Superfotos machen konnten. Am Nachmittag relaxten wir am Hotelpool. Nach einem Abendessen mit Steak besuchten wir wiederum den Strip. Insbesondere das Hotel Venice, im ersten Stock ist Venedig mit dem Markusplatz und dem Canale Grande nachgebaut,  war mehr als sehenswert. Wir versuchten wiederum unser Glück im Spiel und fanden dabei heraus, dass wir es – hoffentlich - eher in der Liebe haben.

15.03.2013  Tag 14:

An diesem Morgen trat Walter mit seiner Gruppe per Flugzeug die Heimreise in Richtung Philadelphia und weiter nach München an.

Unsere Achtergruppe startete um 07.00 Uhr vom Hotel in Las Vegas in Richtung San Diego. Nach einer angenehmen Fahrt kamen wir gegen 13.00 h in San Diego an. Während ein Teil der Gruppe das Sea World San Diego besuchte, fuhren die Wiesers und ich zum Hafen. Dort liegt der Flugzeugträger USS Midway, den ich besichtigte. Weiters befinden sich in diesem Bereich auch Gedenkstätten für Marineangehörige. Anschließend befuhren wir die San Diego Bridge und gelangten zur Insel Coronado, einen beschaulichen ruhigen Platz, von dem aus man die ganze Bucht von San Diego überblicken kann. Am späten Nachmittag fuhren wir geschlossen zum Sheraton Hotel San Diego. Da das Hotel voll war, wurden wir kurzfristig auf das Marriot Hotel umgebucht. Am Abend besuchten einige von uns Lokale im Bereich von San Diego.

16.03.2013  Tag 15:

Am Vormittag besuchten einige den Hafen von San Diego, während ein anderer Teil der Gruppe die Old Town von San Diego besichtigte. Gegen Mittag trafen wir uns wieder auf der Insel Coronado und aßen dort zu Mittag. Die Insel beheimatet ua die Pazifikflotte der USA und ist Heimathafen des neuesten Flugzeugträgers der USS Ronald Reagan. Nach dem Essen brachen wir entlang der Küste in Richtung Los Angeles auf. Wir stoppten bei einigen Viewpoints, um entsprechende Fotos von der Pazifikküste anzufertigen. Bereits in den Vororten von Los Angeles gerieten wir auf den teilweise achtspurigen Freeways in den berüchtigten starken Verkehr der 10 Mio. Metropole. Nachdem wir im Hotel Hacienda unweit des Flughafens eingecheckt hatten, fuhren wir am Abend zum Walk of Fame, wo sämtliche Stars mit Sternen verewigt werden. Der Walk of Fame mit einigen berühmten Clubs und dem Theatre wo die Oscars vergeben werden, bot uns allerdings vom Publikum her nicht gerade ein gutes Bild. Im Hardrockcafe wurden wir von einem Amerikaner angesprochen. Wenig später stellte sich heraus, dass es sich um Georg, einen ehemaligen Osttiroler handelte, welcher als Kind in die USA ausgewandert war. Zufällig handelte es sich bei ihm auch noch um den Cousin von Robert und Heinz Frena. Bei einem typischen amerikanischen Essen mit Steaks und Burger ließen wir den Abend ausklingen.

17.03.2013  Tag 16:

Martin, der große Basketballfan, und Sandra hatten für diesen Tag Karten für das Spiel der LA Clippers und fuhren bereits am Vormittag zum Stadion. Wir machten wie es Golli immer bezeichnete, „einen ganz gemütlichen Tag“. Wir fuhren zum Strand von Malibu und trafen uns dort mit unserem Bekannten Georg. Das Wetter war leider nicht gut und so mussten wir bald eine Bar aufsuchen. Am Nachmittag fuhren wir in die Stadt zurück und holten Martin und Sandra vom Stadion ab. Gemeinsam fuhren wir in die Old Town von LA und nahmen in einem mexikanischen Restaurant ein köstliches Mahl ein. Georg lotste uns anschließend nach Beverly Hills und verabschiedete sich anschließend. Wir fuhren einige der schönen Villen in dem Bereich ab und spazierten anschließend den Rodeo Drive entlang. Die dortigen Nobelboutiquen haben nicht unbegründet keine Preise mehr an den ausgestellten Waren.

18.03.2013  Tag 17:

An unserem letzten Tag in LA war das Wetter besser und so besuchten wir zunächst den Santa Monica Beach und anschließend den Venice Beach. Wobei insbesondere der Venice Beach vom Publikum her ein sehenswertes Pflaster war. Allerdings halten sich in diesem Bereich auch unzählige Bettler auf, welche auf unterschiedlichste Weise versuchen an Geld zu kommen. Am Abend besuchten wir zum Abschluss noch ein typisches Steakhouse und genehmigten uns noch einmal ein hervorragendes Steak.

19.03.2013  Tag 18:

Um 06.00 Uhr starteten wir vom Hotel  zum Flughafen. Um 08.30 Uhr startete unser Flugzeug der US Airways in Richtung Philadelphia. Es war ein angenehmer Flug und mit der Zeitverschiebung von 3 Stunden landeten wir gegen 16.00 Uhr in Philadelphia. Nach einem Aufenthalt startete um 18.30 Uhr unser Flugzeug in Richtung München. Auch dieser, doch sehr lange Flug, verlief problemlos. Wir landeten mit 6 Stunden weiterer Zeitverschiebung um 07.30 Uhr Ortszeit in München. Nachdem wir unsere Fahrzeuge geholt hatten, gab es zum Abschluss noch eine typische bayrische Leberkäsesemmel. Zum Abschluss traten wir per PKW die Heimreise nach Tirol an, wo wir gegen Mittag müde und glücklich ankamen.

    
Ein kurzes Resümee dieser Reise ist nicht leicht zu treffen. Es waren derartig viele Highlights, dass es schwer ist, einzelne herauszuheben. Hervor zu heben ist die großartige Organisation von Walter, welche nicht zu toppen ist. Die Kombination von Besuchen beim FBI, DEA und diversen anderen Polizeibehörden mit der Besichtigung von historischen Plätzen wie Washington, San Francisco oder dem Grand Canyon ist einzigartig. Dazu der Besuch der IPA Freunde in Sacramento mit deren großer Gastfreundlichkeit!

    
Das Resümee als Polizeibeamter fällt eindeutiger aus. Die Polizeibeamten in den USA haben insbesondere in den ländlichen Gebieten dieselben Probleme wie wir in Österreich: Alkoholisierte Lenker, Familienstreitigkeiten, Körperverletzungen, Diebstähle, etc. – alles was Menschen so anstellen.

    
Was bleibt – sehr viel zum Verarbeiten und wunderschöne Erinnerungen!

So eine Reise kann man nicht buchen und nicht beschreiben, die muss man erlebt haben!
    

Stefan Margreiter

 
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü